Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz trauert um Herrn Dr. theol. habil. Bardo Weiß

Die JOHANNES GUTENBERG-UNIVERSITÄT MAINZ

trauert um Herrn

Dr. theol. habil. Bardo Weiß

pens. Universitätsprofessor für Dogmatik und Dogmengeschichte

der am 5. August 2018 im Alter von 84 Jahren verstorben ist.

Der aus Weißenthurm gebürtige Theologe absolvierte seine akademische Ausbildung in Mainz und Innsbruck. 1958 wurde er zum Priester geweiht. Neben seiner Tätigkeit als Kaplan konnte er seine Studien fortsetzen und wurde 1965 an der hiesigen Katholisch-Theologischen Fakultät aufgrund seiner Dissertation zum Verständnis der Heilsgeschichte bei Meister Eckhart zum Dr. theol. promoviert; 1970 wurde er dann mit einer dogmengeschichtlichen Untersuchung zum Thema „Die Auferstehung als Vollendung der Erlösung“, in der er die Schriften der griechischen und lateinischen Kirchenväter bis zur Zeit Augustins analysierte, habilitiert. Als beamteter Privatdozent der Fakultät war er vor allem in der Ausbildung der Studierenden in den Lehramtsstudiengängen tätig. Vom Wintersemester 1969/1970 bis Sommersemester 1972 nahm er daneben auch Aufgaben in der Lehre am Katholisch-Theologischen Seminar der Philipps-Universität Marburg wahr. Im Sommersemester 1972 erfolgte seine Ernennung zum apl. Professor. Ab Sommer 1973 übte er für 20 Jahre neben seiner Tätigkeit in der akademischen Lehre auch das Amt des Spirituals im Bischöflichen Priesterseminar Mainz aus. 1979 lehnte er einen Ruf auf eine C4-Professur an die Universität Passau ab. 1994 wurde er auf die C3-Professur für Dogmatik und Dogmengeschichte des Fachbereichs 01: Katholische Theologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz berufen. Zum Ende des Sommersemesters 1999 trat er in den Ruhestand. Neben seiner Tätigkeit als akademischer Lehrer und geistlicher Begleiter widmete er sich insbesondere der Erforschung der mittelalterlichen Frauenmystik und legte umfangreiche Publikationen zu diesem Themenkomplex vor. 1998 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Theologie der Spiritualität (AGTS). Für seine Verdienste wurde er 1987 zum Monsignore ernannt. So lange es seine Kräfte ihm erlaubten, setzte er sich mit großem Engagement in verschiedenen Bereichen der Seelsorge als Pfarrer und Spiritual ein.

Die Universität Mainz und die Katholisch-Theologische Fakultät werden Bardo Weiß ein ehrendes Angedenken bewahren.

 

Universitätsprofessor                                                                   Universitätsprofessor

Dr. Georg Krausch                                                                          Dr. Matthias Pulte

Präsident                                                                                           Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät