Archiv 2022

Dies Academicus der Katholisch-Theologischen Fakultät und des bischöflichen Priesterseminars St. Bonifatius

Am Mittwoch, den 16. November 2022, begehen die Katholisch-Theologische Fakultät und das Bischöfliche Priesterseminar St. Bonifatius ihren Dies Academicus.

Im Anschluss an die Eucharistiefeier in der Seminarkirche findet in der Aula des Priesterseminars im Rahmen der akademischen Feier ein Kurzvortrag statt und die Absolventinnen und Absolventen erhalten ihre Urkunden und Zeugnisse überreicht.

Die Katholisch-Theologische Fakultät und das Priesterseminar laden herzlich dazu ein!

Anmeldung bis 11. November 2022 an: kath-dekanat@uni-mainz.de

Programm

Eucharistiefeier in der Seminarkirche

Begrüßung durch die Dekanin und den Subregens

Kurzvortrag:
Dr. Johanna Brankaer (Leuven)
„Weisheitstraditionen in Konkurrenz im Christentum des 2. Jahrhunderts“

Übergabe der Urkunden und Zeugnisse sowie Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen aus den verschiedenen Studiengängen durch die Dekanin
Verleihung von Preisen
Ehrungen

Kleiner Umtrunk und Ausklang

 

Beginn: Mittwoch, 16. November 2022, 16 Uhr
Ort: Seminarkirche, Augustinerstraße 34

 

Die Liste der Absolventinnen und Absolventen finden Sie hier.

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Archiv 2022

Informationen für Erstsemester Wintersemester 2022/23

Liebe Studienanfängerinnen und -anfänger!

Herzlich willkommen zu Ihrem Theologiestudium an unserer Fakultät!

Damit Sie bestmöglich in Ihr Studium starten, haben wir nachfolgend ein paar Hinweise zusammengestellt.

Zu Beginn des Wintersemesters erhalten Sie eine Begrüßungsmail, die Sie in einen gemeinsamen LMS-/Moodle-Kurs einlädt. Dort lernen Sie bereits virtuell Ihre neuen Mitstudierenden, studentische Mitglieder der Fachschaft, Ihre ersten Dozentinnen und Dozenten sowie den Leiter des Studienbüros kennen. In diesem Rahmen können Sie kontinuierlich Wichtiges klären. Die LMS-Kurse sind nach dem Jahr des Studienbeginns geordnet, Ihren Kurs für das Jahr 2022 finden Sie hier. Bitte schauen Sie sich alles durch und nutzen Sie die für Sie passenden Angebote.

Das digitale Kennenlernen ersetzt natürlich nicht die persönlichen Kontakte: Besuchen Sie die Lehrveranstaltungen und machen Sie reichlich von allen Sprechstundenangeboten sowie weiteren Gelegenheiten des Kennenlernens und Austausches Gebrauch. Berücksichtigen Sie dabei aber bitte, dass der Aufenthalt und alle persönlichen Begegnungen in den Gebäuden der JGU den aktuell gültigen Bestimmungen zum Umgang der JGU mit der Coronapandemie unterliegen.

Gemeinsam starten werden wir mit einer Eröffnungsveranstaltung am Montag, den 17.10.2022, bei der Sie wichtige Informationen rund um Ihr Studium erhalten und die Ansprechpartner*innen kennenlernen werden. Die Einführungsveranstaltung findet von 14:15 Uhr bis 15:45 Uhr in Hörsaal 11 auf dem Campus (und nicht in unseren Räumlichkeiten am Taubertsbergbad!) statt. Darüber hinaus bieten wir Ihnen verschiedene kleinere Events an. Termine und Themen werden jeweils rechtzeitig im LMS-/Moodle-Kurs bekannt gegeben. So können Sie auch auf diese Weise neue, persönliche Kontakte knüpfen.

In der Einführungswoche wird der Fachschaftsrat Ihnen mit einem Frühstück am Dienstag, den 18.10.2022,  um 9:00 Uhr die Möglichkeit bieten, sich untereinander kennenzulernen. Außerdem haben Sie nach der Eröffnungsveranstaltung am 17.10.2022 die Möglichkeit, unser Gebäude kennenzulernen.  Darüber hinaus haben sich verschiedene erfahrenere Studierende bereit erklärt, Ihnen als Patinnen und Paten zur Seite zu stehen. Senden Sie bei Bedarf eine Mail an: fs-kath.theologie@uni-mainz.de.

Zusätzlich finden Sie auf den Seiten des Studienbüros zwei umfangreiche Broschüren, mit dem Titel "Katholische Theologie in Mainz" und "Informationen für Studienanfänger*innen". Diese enthalten alle wichtigen Informationen organisatorischer Art zur Aufnahme Ihres Studiums  – vertiefen Sie sich gerne in ihre Lektüre.

Wir freuen uns sehr darauf, Ihnen persönlich zu begegnen!

Heike Grieser, Dekanin der Katholisch-Theologischen Fakultät
Konrad Huber, Prodekan der Katholisch-Theologischen Fakultät

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Archiv 2022

Der Synodale Weg auf dem Prüfstand

Am Mittwoch, den 14. September, findet im Erbacher Hof eine hybride Diskussion statt, die sich mit dem Synodalen Weg befasst. Neben Bischof Peter Kohlgraf wird auch Prof. Dr. Philipp Müller einen Blick auf den bisherigen Verlauf des Synodalen Wegs werfen und die aktuellen Beschlüsse der 4. Synodalversammlung in den Blick nehmen. Die Diskussion beginnt um 19 Uhr. Nähere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier.
Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Archiv 2022

Die Gasumlage und ihre Folgen

Herr Prof. Kruip bezieht im Podcast der Akademie Dresden Stellung zu einem hochaktuellen politischen Thema. Aus sozialethischer Perspektive durchleuchtet er die steigenden Gaspreise und die neu eingeführte Gasumlage. Zum Podcast gelangen Sie hier.

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Archiv 2022

Der Klimawandel – eine Frage der Gerechtigkeit?

Vom 12. bis zum 18. September 2022 findet die 4. Mainzer SCIENCE WEEK statt.

Für Theolog*innen ist besonders die Diskussion zu dem Thema "Der Klimawandel - eine Frage der Gerechtigkeit?" am 16. September 2022 um 16 und 18 Uhr interessant.

Der Frage spüren aus ihrer jeweiligen Fachperspektive Prof. Dr. Gerhard Kruip, Prof. Dr. Michael Roth (Ev. Theologie Mainz) und Prof. Dr. Veronika Cummings (Humangeographie Mainz) nach.

Nähere Informationen zur Veranstaltung und Mainzer SCIENCE Week erhalten Sie hier.

 

 

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Archiv 2022

Newsletter der Katholisch-Theologischen Fakultät im Sommersemester 2022

Pünktlich zum Abschluss der Vorlesungszeit im Sommersemester 2022 erschien im August der Newsletter der Katholisch-Theologischen Fakultät Mainz. Dieser wirft einen Rückblick auf wichtige Ereignisse des Sommersemesters und berichtet über alles Wichtige rund um unsere Fakultät. Schauen Sie sich diesen gerne an!

Den Newsletter finden Sie hier.

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Archiv 2022

Aus der Alumni-Post: Was macht eigentlich … Frank Ewerszumrode?

Frank Ewerszumrode wurde an unserer Fakultät promoviert und hat hier habilitiert. Vor kurzem ist er aus der römisch-katholischen Kirche aus- und in die altkatholische Kirche eingetreten. Aus diesem Grund ist er auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt geworden. Wir wollten wissen, wie er auf seine Zeit in Mainz zurückblickt und wie es ihm heute geht.

 

Woran erinnern Sie sich am liebsten, wenn Sie an Ihre Zeit in Mainz zurückdenken?

Am liebsten denke ich die äußerst sympathischen Kolleginnen und Kollegen zurück, an die Polonaise durch die Bereichsbibliothek nach dem gemeinsamen Schauen der Fernsehfastnachtssitzung. An der Fakultät habe ich mich sehr wohl gefühlt, weil auf allen Ebenen ein sehr wertschätzender und kollegialer Umgang herrscht. Mit jeder und jedem konnte ich ohne große Probleme ins Gespräch kommen, wodurch ich viel gelernt habe.

 

Worin besteht Ihre derzeitige Tätigkeit?

Zurzeit bin ich Pfarrer der alt-katholischen Gemeinde in Essen. Das bedeutet, ich habe die typischen Pfarramtsaufgaben (Feier der Liturgie, Seelsorge und Verwaltung). Ich versuche, möglichst viele Gemeindemitglieder zu besuchen. Darüber hinaus mache ich gerade einen Master in alt-katholischer und ökumenischer Theologie an der Uni Bonn. Dieser Abschluss ist die Voraussetzung dafür, um danach als ordentlicher Pfarrer gewählt werden zu können.

 

Was hat den Ausschlag für Ihre Konversion zur altkatholischen Kirche gegeben?

Ausschlaggebend war für mich, dass ich, nachdem ich mich im Herbst 2020 gegen die Unilaufbahn entschieden hatte, wieder als Pfarrer arbeiten wollte, aber nicht in einem großen Seelsorgsraum. Mir sind die Seelsorge und die Begleitung von Menschen sehr wichtig. Das aber braucht Zeit, um den einzelnen auch wirklich gerecht werden zu können. In den großen pastoralen Strukturen der römisch-katholischen Kirche ist das für mich kaum noch möglich. In der alt-katholischen Kirche habe ich letztlich die Form von Kirche und Gemeinde wiedergefunden, die ich in meiner Heimatgemeinde in Möhler (Ortsteil von Herzebrock-Clarholz, NRW) kennengelernt habe.

Daneben gibt es auch eine dogmatische Seite. Die beiden Papstdogmen des Ersten Vatikanum finde ich seit sehr langer Zeit als inadäquate Auslegung des Evangeliums. Durch das Studium aktueller Werke von Michael Seewald und Peter Neuner ist mir klar geworden, dass gerade das Unfehlbarkeitsdogma viel weiter reicht als nur die ex-cathedra-Entscheidungen. Es prägt auch den Umgang von Amtsträgern mit den anderen Christenmenschen. Solch eine Ekklesiologie kann ich von meinem Verständnis der Heiligen Schrift nicht mehr mittragen.

 

Sind Sie nach wie vor mit dieser Entscheidung zufrieden?

Ich bin mit meiner Entscheidung sehr zufrieden. Eine so kleine Kirche hat andere Problematiken als eine so große wie die römische Kirche. Auch in der alt-katholischen Kirche gibt es Punkte, die wahrlich nicht optimal sind. Dennoch erlebe ich bei uns, gerade in Essen, eine gute und hoffnungsvolle Stimmung. Wir sind eine kleine, aber sehr lebendige Gemeinschaft, mit einem großen Engagement. Auch merke ich im Nachhinein, wieviel Kraft es gekostet hat, die Beziehung zu meinem Partner immer zu verstecken. Das ist zum Glück vorbei.

 

Wie haben Freund*innen, Bekannte und Kolleg*innen darauf reagiert?

Mit einer Ausnahme haben sich alle für mich gefreut. Viele sagen, dass sie sehen, dass es mir nun besser gehe. Sehr viele können meinen Schritt nachvollziehen.

Die einzig negative Reaktion kam von meinem Freund aus Russland, doch damit hatte ich, leider, schon gerechnet.

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Archiv 2022

Visions for Climate – Ein Zukunftsmodul

Unter dem Titel "Visions for Climate" haben sich Dozierende zahlreicher Fächer, Fachbereiche und Hochschulen an der JGU zu einer Ringvorlesung zusammengeschlossen, die sich mit den aktuellen Herausforderungen und Fragen rund um die klimatischen Veränderungen auf unserem Planeten befassen soll. An ganz konkreten Beispielen soll eine Beschäftigung mit positiven Zukunftsvisionen einer klimagerechten Welt und den dafür notwendigen Schritten erfolgen.

Die Ringvorlesung ist interdisziplinär aufgebaut und findet im Wintersemester 2022/23 statt.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Eine Anmeldung zur Ringvorlesung ist über Jogustine möglich. Derzeit ist in Prüfung, inwiefern die Ringvorlesung in der Kath. Theologie angerechnet werden kann.

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Archiv 2022

Masculinity Studies als neuer Ansatz in der Exegese des Alten Testaments – Eine Antrittsvorlesung zu einem hochaktuellen Thema

Am 14.07.2022 fand im Hörsaal T1 die Antrittsvorlesung von Dr. Mathias Winkler statt, dessen Habilitationsverfahren im Alten Testament damit abgeschlossen ist. Nach einer kurzen Begrüßung durch Dekanin Prof. Dr. Heike Grieser hielt Dr. Winkler einen Vortrag zum Thema „Sexuelle Gewalt gegen Männer im AT? Eine Skizze“.

Dr. Winkler bot nach einer Einführung über das Phänomen sexueller Gewalt gegen Männer eine Analyse von Gen 19,30-38 (Lots Töchter): Der biblische Erzähler stelle Lot als einen schwachen und gescheiterten Mann dar, der seiner Fürsorgepflicht gegenüber den unverheirateten Töchtern nicht nachgekommen sei. Dadurch werde sexuelle Gewalt gegen Männer, hier: Lot als Mann, verschleiert sowie eine Stabilisierung bestimmter (anderer) Maskulinitätsvorstellungen erreicht. Ein Blick auf die exegetische Auseinandersetzung mit dieser Perikope wies auf zwei Richtungen der Interpretation hin: Claus Westermann versteht den Text dahingehend, dass die Töchter nach dem „Sintbrand“ Sodoms um jeden Preis Nachkommenschaft haben müssen, sodass in dieser Verzweiflungstat „der Zweck die Mittel heiligt“. Demgegenüber sieht die feministische Exegese (z.B. Irmtraud Fischer) vor dem Hintergrund kriminologischer Erkenntnisse und tiefenpsychologischer Deutung Lot als den eigentlich Schuldigen. Die Behauptung, dass die „Verführung“ von den Töchtern ausgehe, sei eine Verdrängung. Abschließend verwies Winkler darauf, dass in den biblischen Texten und der Exegese verschiedene Maskulinitätsvorstellungen miteinander konkurrieren, was jeweils eigene Standortbestimmungen notwendig mache. In einer kritischen Maskulinitätsforschung stecke somit auch ein emanzipatorisches Potenzial.

Zum Abschluss verlas Dekanin Prof. Dr. Heike Grieser die Habilitationsurkunde und überreichte sie dem „Doctor habilitatus“.

Artikel: Maximilian Brech

Fotos: Thomas Hieke

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Archiv 2022