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Neuer Newsletter Juli 2023

Pünktlich zum Abschluss des Sommersemesters 2023 ist eine neue Ausgabe des Newsletters der Kath.-Theol. Fakultät erschienen, die einen Rückblick auf das vergangene Semester wirft.

Die aktuelle Ausgabe des Newsletters finden Sie hier.

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Verwaltungsmitarbeiter:innen besuchen Würzburg

Am 6. Juli 2023 fand der jährliche Betriebsausflug der Verwaltungs-mitarbeiter:innen der Kath.-Theol. Fakultät statt. Er führte diesmal nach Unterfranken in die Bischofsstadt Würzburg.1 Auf dem Weg vom Hauptbahnhof in die Innenstadt lohnte ein Blick in die von Antonio Petrini errichtete barocke Kirche St. Johannes in Stift Haug, die als bedeutendstes Werk des sog. fränkischen Barock gilt. (S. 53) Bei einer Führung durch die barocke Residenz konnten die Meisterwerke von Balthasar Neumann und Giovanni Battista Tiepolo bestaunt werden. (S. 16-19) Nach einem anschließenden Picknick am Mainufer mit Blick auf die Festung Marienberg schloss sich ein Stadtrundgang über die im 15. Jahrhundert errichtete Alte Mainbrücke mit ihren über 4 Meter hohen Bischofs- und Heiligenfiguren zum Kiliansdom an. (S. 45f.) Wegen der gerade stattfindenden Kiliani-Oktav war im Dom der Schrein mit den Häuptern der drei irischen Wandermissionare, Frankenapostel und Patrone des Bistums Würzburg, Kilian, Kolonat und Totnan, die hier im 7. Jahrhundert das Martyrium erlitten, zur Verehrung ausgestellt. (S. 34) Vorbei am Grabmal von Tilman Riemenschneider an der Außenwand des Doms führte der Weg durch die benachbarte Neumünsterkirche in das Lusamgärtchen mit dem Grabmal des Minnesängers Walther von der Vogelweide. (S. 36-38). Weiter ging es von dort zum Markplatz mit der spätgotischen Marienkapelle und den Kopien der Riemenschneider zugeschriebenen Sandsteinfiguren Adam und Eva am Südportal. (S. 41) Mit einer Einkehr im Ratskeller und dem Genuss fränkischer Spezialitäten fand der schöne Tag seinen Abschluss.

 

1Die Seitenangaben im Text beziehen sich auf Sobisch, Jens, City Trip Würzburg, Reise Know-How Verlag Peter Rump, Bielefeld, 3. Auflage 2020.

 

Bericht: Uwe Glüsenkamp

 

 

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Studieren ohne Druck – Katholisch- und Evangelisch-Theologische Fakultät beim Tag der offenen Uni dabei

Studieren ohne Druck – So könnte wohl das Motto für die Evangelische und Katholische Theologische Fakultät am Tag der offenen Uni heißen. Am Mittwoch, den 05.07.2023, hat die Johannes Gutenberg-Universität ihre Türen und Veranstaltungen für Schüler:innen und Studieninteressierte geöffnet. Das alltägliche Unigeschehen wurde dabei sowohl um ein vielfältiges Programm auf einer Hauptbühne am Forum als auch kulinarisch um zahlreiche Food Trucks erweitert. Auf dem Universitätscampus waren auch die beiden Theologischen Fakultäten mit einem gemeinsamen Stand auf auffällige Art und Weise präsent: An einer Druckpresse konnten interessierte Besucher:innen mit Motiven vom Mainzer Dom und Gutenberg bis zu den Mainzelmännchen oder Psalmsprüchen ihrer Kreativität Ausdruck verleihen und gleichzeitig sowohl mit Dozierenden als auch mit Studierenden aus der Fachschaft Gespräche über Theologie und den Studienalltag führen. In einer kurzweiligen Informationsveranstaltung wurden die vier Fragezeichen der Theologie aufgedeckt, Tipps für die Studienorganisation gegeben und von Studierenden über Erfahrungen aus unterschiedlichen Studiengängen berichtet. An diesem Tag ist deutlich geworden, dass Theologie vielfältig, farbenfroh und lebendig ist, sodass nicht nur die bunten Drucke als Erinnerungsstücke, sondern auch die Erkenntnis mit nach Hause genommen wurde, dass Studieren ohne Druck Begeisterung wecken, Interesse vertiefen und Kompetenzen schärfen kann.

Ein Video mit den schönsten Impressionen finden Sie hier.

Bericht: Paula Schöttke Video: Ovine Gottschalk

 

Mainz, Johannes Gutenberg-Universität, Tag der offenen Tür 05.07.2023 Foto: Bernd Eßling
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Wozu Theologie an der Universität? Gesprächsabend mit Prof. Wolf (WWU Münster)

Zum Abschluss der 23. Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur fand am 28. Juni ein Gesprächsabend mit Prof. Dr. Dr. h.c. Hubert Wolf im größten Seminarraum der Fakultät statt. Der renommierte Kirchenhistoriker der WWU Münster stand nach seiner vielbeachteten Vorlesungsreihe zum Thema „Die geheimen Archive der Päpste – und was sie über die Kirche verraten“ seinen Fachkolleg:innen und zahlreichen Studierenden der Kath.-Theol. Fakultät zu einem Austausch bzgl. der Frage „Wozu Theologie an der Universität?“ zur Verfügung.

Moderiert von Prof. Gerhard Kruip (SE) diskutierten Edith Wittenbrink (SE) und Prof. Thomas Hieke (AT) mit Prof. Hubert Wolf (MNKG). Sowohl auf dem Podium als auch im Publikum zeigte sich ein vielfältiges Bild von Studierenden, Lehrenden der theologischen Disziplinen und externen Interessierten, die mit ihren Fragen und Anmerkungen eine intensive Diskussion aus der Breite der Perspektiven ermöglichten.

„Theologie braucht Universität!“ – „Universität braucht Theologie!“. Diese beiden Seiten als Antwort auf die Frage des Abends stand schnell als Konsensthese im Raum, konnte allerdings vielfältig beleuchtet werden. Während Edith Wittenbrink einerseits deutlich machte, dass die Theologie ein kritisches Gegenüber für die wissenschaftliche Praxis brauche, betonte sie vor allem die Interdisziplinarität als große Chance im Fächerkanon einer Universität. Vom Fachwissen und den Methodenkompetenzen würden ebenso die anderen Wissenschaften profitieren können. Auch wenn Prof. Hieke aus seiner Erfahrung heraus auch Vorbehalte gegenüber der Theologie als „verlängerter Arm der Kirche“ erlebt habe, bestärkte er das Statement seiner sozialethischen Kollegin und ergänzte, dass bei allen kritischen Anfragen, wonach Religion doch Privatsache und die Existenz Gottes nicht beweisbar sei, „Religion“ nach wie vor das Leben vieler Menschen präge, entsprechend weiterhin von gesellschaftlichem Interesse sei. Gerade angesichts der erschreckenden Art und Weise, wie Religion in vielen Konflikten der Erde instrumentalisiert werde, könne auf die Stimme einer wissenschaftlichen Theologie nicht verzichtet werden, bestärkt Prof. Wolf dieses Argument. Gleichsam müsse diese „Champions League statt Kreisklasse“ spielen, wenn es um das Niveau und den Anspruch in Lehre und Forschung gehe, wie der Kirchenhistoriker betonte. Auf dieser Grundlage könne sie nicht nur eine Stimme im interdisziplinären Diskurs einer Universität sein, sondern auch eine wichtige normative und kritische Funktion der Kirche gegenüber als ein Diskursraum für Reformen werden. Im Austausch mit dem Plenum rang der Inhaber der JG-Stiftungsprofessur insbesondere mit der Herausforderung eines Kommunikationsproblems in Bezug auf das oft nur eingeschränkt gelingende Anliegen, die Stimmen der Theologischen Disziplinen in der Gesellschaft einzubringen. Er sei davon überzeugt, dass die Wirkungsgeschichte Jesu Christi auch weiterhin dieses Potential habe, wie er zum Abschluss mit Enthusiasmus ausführt, womit der Gesprächsabend und die Stiftungsprofessur unter viel Applaus ihren Abschluss fand.

Bericht: Johannes Kerbeck (Wiss. Mitarbeiter, Religionspädagogik)

 

 

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Ps 49. Methodische Herausforderungen im Umgang mit einem „dunklen“ Psalm

Am Donnerstag, 29.06.2023, ist Dr. des. Kirsten M. Schäfers (Bochum/Bonn) zu Gast in der Vorlesung von Prof. Dr. Thomas Hieke. Sie spricht über Psalm 49, ein Text, der ausgespannt ist zwischen Sätzen wie "Der Mensch bleibt nicht in seiner Pracht, er gleicht dem Vieh, das verstummt" und "Gott wird mich auslösen aus der Gewalt der Unterwelt". Starke Worte, die uns Kirsten Schäfers erschließen wird. Herzliche Einladung!

Ort: T5, Zeit: 12.15-13.45 Uhr.

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Großstadtseelsorge – Pastoraltheologische Exkursion nach Berlin

Am Fronleichnamsmorgen machten sich die 8 Teilnehmer:innen des Hauptseminars „Großstadtseelsorge“ unter der Leitung von Sara-Marie Hüser auf den Weg zu ihrem Exkursionswochenende in Berlin. Bei der Ankunft am späten Nachmittag im Exerzitienhaus St. Vinzent in Berlin-Charlottenburg konnten wir uns mit den Student:innen aus Freiburg bekannt machen, die gemeinsam mit Mirjam Hake die Exkursion vervollständigten. Ein kurzer Einstiegsimpuls am Zoologischen Garten gab uns die Möglichkeit, die Besonderheiten der Großstadt Berlin wahrzunehmen. Besonders prägnant war an dieser Stelle natürlich der allgegenwärtige Verkehr und das Zusammentreffen von sehr unterschiedlichen Leuten. Vielen fielen die sichtbare Obdachlosigkeit und auch die Präsenz der Ökumenischen Bahnhofsmission auf. Ein gemeinsames Abendessen beendete schließlich offiziell den ersten Veranstaltungstag.

Der nächst Morgen begann mit dem ersten von zahllosen Anfahrtswegen mit der U-Bahn. Ziel war die Baustelle des House of One, ein Pilotprojekt zur baulichen Vereinigung einer Kirche, einer Moschee und einer Synagoge. Frithjof Timm konnte uns einiges zur außergewöhnlichen Architektur sowie den Hürden und dem Potenzial der inter- und intrareligiösen Zusammenarbeit erzählen. Wir sind gespannt darauf, das Gebäude und die pastorale Arbeit dort weiter zu beobachten. Im Anschluss gab es freie Zeit, indem Berliner Sehenswürdigkeiten und kulinarische Feinkost selbstverständlich nicht fehlen durften. Der Nachmittag war reserviert für einen Besuch im Jüdischen Museum. Die Führung zum Thema „Nach 1945“ beschäftigte sich einerseits mit der Wahrnehmung der beiden Gruppen aus deutschstämmigen Jüd:innen, die entweder Exilerfahrungen oder die Schoa erlebt hatten. Anderseits wurde auf die Situation in der DDR und BRD Berlins für Jüd:innen hingewiesen und den Zuzug russischsprachiger Jüd:innen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Besonders beeindruckend war im Museum die Symbiose aus künstlerischer Darstellung der Erfahrungen und den Exponaten der Ausstellung.

Die Differenzen der Berliner Kieze während der deutschen Teilung blieb ein verbindendes Thema, auch am Samstag. Am Vormittag konnten wir auf einer Führung, die uns von der Samariterkirche in Friedrichshain bis zum ehemaligen RAW-Gelände führte, dieses Viertel wahrnehmen und auch die Entwicklungen nach der Wiedervereinigung nachempfinden. Nachmittags gab es ein Gespräch mit Domkapitular Stefan Dybowski, der mit viel Charme und musikalischen Einlagen die pastorale Arbeit in Berlin skizziert hat und uns dadurch half, die Perspektiven von Christ:innen in Berlin einzunehmen.

Dieser Perspektivenwechsel und Offenheit für die Bedürfnisse für Christ:innen in Berlin wurde am Sonntag noch einmal verstärkt: Bei unserem Gespräch mit Manfred Hösl aus der Jesuitenpfarrei Sankt Canisius in Berlin Charlottenburg standen die pastoralen Projekte im Vordergrund. Besonders spannende Themen waren die fluktuierenden Gemeindestrukturen, der Umgang mit verschiedenen christlichen Strömungen und Positionen sowie die Selbsteinschätzung der katholischen Menschen in Berlin. Im Anschluss konnten wir gemeinsam mit Manfred Hösl SJ in Sankt Canisius Gottesdienstfeiern und die wunderschöne, lichtdurchflutete Atmosphäre in der Kirche miterleben. Die lange Reise zurück nach Mainz gab genügend Reflexionsmöglichkeit und die Eindrücke der Stadt werden wohl noch lange sehr präsent bleiben.

Foto: Elias Kiesling Bericht: Christopher Schönemann
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Predigtreihe: "Und Gott sprach"

Im Rahmen der Homiletischen Übung werden Studierende der katholischen Theologie in der Woche vom 26.06. bis 30.06. zu ausgewählten Perikopen des Alten Testaments predigen. Die Predigten werden - wie es ihrem Sitz im Leben entspricht - im Rahmen der Werktagsgottesdienste in der Kameliterkirche und der Pfarrkirche St. Bernhard (Bretzenheim) stattfinden. Dies ist eine einzigartige Möglichkeit, Studium und Praxis, Universität und Gemeinde, miteinander ins Gespräch zu bringen und neue frische Impulse für den eigenen Glaubensweg aufzunehmen.

Nähere Informationen zu den genauen Orten und Zeiten finden Sie hier.

 

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Gesprächsabend mit Prof. Dr. Dr. h. c. Hubert Wolf: "Wozu Theologie an der Universität?"

Am 28. Juni 2023 findet von 18 bis 19:30 Uhr ein Gesprächsabend unter dem Titel "Wozu Theologie an der Universität?" mit Prof. Dr. Dr. h. c. Hubert Wolf (WWU Münster) statt, der derzeit die Stiftungsprofessur der JGU innehat.

Moderiert wird der Abend von Prof. Dr. Gerhard Kruip. Mitdiskutieren werden Edith Wittenbrink und Prof. Dr. Thomas Hieke.

Um Anmeldung wird gebeten.

Anmeldung

Plakat

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ZIRR Forum – Künstliche Intelligenz – rechtliche und theologische Aspekte

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie wollen wir mit Künstlicher Intelligenz eigentlich umgehen? Ist die Büchse der Pandora geöffnet, oder ein gutes Hilfsmittel für die Menschheit geschaffen? Dieses Thema beherrscht seit einiger Zeit nicht nur wissenschaftliche Debatten, sondern auch den öffentlichen Diskurs in vielen Medien. Dabei geht es um sehr viele verschiedene Fragestellungen, auf die wir aktuell keine griffigen Antworten haben. Mit dem hybriden ZIRR-Forum dieses Jahr möchten wir diese Debatten und Diskurse um einige Themenbereiche ergänzen. Wirtschaftsinformatische Grundlegungen, öffentlich-rechtliche und datenschutzrechtliche Fragen sind hier ebenso im Blick wie theologische Positionierungen zu einem Phänomen, das aus unseren Lebensbereichen nicht mehr wegzudenken sein wird.

Seien Sie herzlich willkommen!

Univ.-Prof. Dr. Matthias Pulte und

Univ.-Prof. Dr. Josef Ruthig

 

Nähere Informationen zur Veranstaltung am 5. Juli 2023 um 16:00 Uhr s. t. finden Sie hier.

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TheMa-Tag 2023 – Highway to Hell? Theologische Beiträge angesichts apokalyptischer Szenarien

Am 23. Mai konnte der Fachbereich 01 „Katholische Theologie und Evangelische Theologie“ nach drei Jahren, in denen es wegen der Corona-Pandemie nicht möglich war, wieder einen „TheMa-Tag“ („Theologie in Mainz“) durchführen. Es war wunderbar, sich wieder einmal in großer Runde in einem vollen Hörsaal in Präsenz zu treffen. Angesichts aktueller Herausforderungen und Bedrohungen, nicht zuletzt durch den Klimawandel, lautete das Thema: „Higway to Hell? Theologische Beiträge angesichts apokalyptischer Szenarien“. Der Religionssoziologe Alexander-Kenneth Nagel aus Göttingen und die Pastoraltheologin Regina Polak aus Wien führten durch ausgesprochen anregende Vorträge ins Thema ein. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden unterschiedliche Aspekte des Themas vertieft und die Perspektiven abschließend in einem Plenum wieder zusammengeführt.

Im Vergleich von apokalyptischen Vorstellungen der Antike und gegenwärtigen Narrativen fällt auf, dass heute meist die Perspektive einer Rettung durch eine außerweltliche Macht fehlt und nur noch darauf gehofft wird, dass die Menschheit selbst die Apokalypse abwendet. Aufgabe von Theologie und Kirche müsste es deshalb sein, für eine befreiende Hoffnungsperspektive gerade in dieser Gegenwart einzutreten und diese auch durch eigenes konsequentes Handeln glaubwürdig zu verkörpern. Trotz des Themas mit seinen teilweise bedrückenden Perspektiven war die Stimmung ausgesprochen gut, auch dank des von der Fachschaft angebotenen Kuchen- und Kaffeebuffets und des Umtrunks am Abend mit Wein, Brezen und Spundekäs. Es wird sicher im nächsten Jahr auch wieder einen TheMa-Tag geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Artikel: Gerhard Kruip

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